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Das Amt für ländliche Entwicklung hat für die Stadt Ludwigsstadt ein Projekt-gebiet in der Initiative „boden:ständig“ ausgewiesen. Zwei Fachbüros werden in den kommenden Monaten Schwachstellen bei Starkregen-ereignissen in der Flur identifizieren und Lösungen gemeinsam mit der Stadtverwaltung, den Feuerwehren und Landwirten erarbeiten.
Die Planungskosten trägt der Freistaat Bayern.
Viel versprechende Zwischenergebnisse in Ludwigsstadt
Am 22.01. wurden in der Hermann-Söllner Halle in Ludwigsstadt die Ergebnisse des letzten Jahres vorgestellt. Das Büro DöhlerAgrar steht im intensiven Austausch mit den Landwirten. Die Landwirte sind außerordentlich motiviert die Erosionen von ihren Flächen weiter zu vermindern, so Helmut Döhler vom Büro DöhlerAgrar. Der überwiegende Teil der Ackerflächen ist über den Winter begrünt. Zwischenfrüchte hatten bereits zu Beginn von boden:ständig einen großen Stellenwert, der mit den Arbeiten im Gebiet aber noch zugenommen hat. Erosionsmindernde Techniken wurden eingesetzt, wodurch das Erosionsrisiko sehr deutlich gemindert wurde. Selbst die ungewöhnlich hohen Niederschläge in den letzten drei Monaten haben nicht zu Bodenabträgen oder Ausschwemmungen geführt.
Zusätzlich zur Arbeit auf den landwirtschaftlichen Flächen wurde ein Maßnahmenkonzept erstellt wie das Wasser am besten in der Landschaft zurückgehalten oder umgeleitet werden kann, so dass es keinen Schaden an Wohnhäusern oder der städtischen Infrastruktur anrichtet. Robert Vandré vom Büro Schmidt und Partner stellte das Maßnahmenkonzept vor. Dabei betonte er, dass es eine Diskussionsgrundlage darstelle und Änderungsvorschläge möglich sowie willkommen seien. Aufgrund der Steilheit des Geländes ist es schwierig durch Dämme oder Becken Regenrückhalte zu schaffen. Je flacher das Gelände, desto mehr Volumen kann ein Damm oder ein Becken rückstauen. Deswegen geht es hier im Projektgebiet vor allem darum das Wasser dorthin zu leiten, wo es keinen Schaden anrichtet oder es soweit zu bremsen, dass es sich in der Fläche ausläuft. Maßnahmen können sein Erosionsschutzstreifen wie Hecken, Pufferstreifen aus Grünland, Feldraine etc. oder eine Flurumlegung bei der Acker- und Grünlandflächen getauscht werden. Dort wo in Gräben oder von Wegen viel Wasser abfließt, können Abschläge mit einem Steinfang eine sinnvolle Maßnahme zur Verlangsamung des Abflusses sein.
Mit 31 Personen war die Veranstaltung gut besucht und die Diskussion entsprechend angeregt. Es wurden einige Maßnahmen zusätzlich aufgenommen und einige vorgeschlagene Maßnahmen etwas angepasst. Das Konzept wird nun überarbeitet und demnächst geht es in die Abstimmung mit den Grundstückseigentümern.
Ludwigsstadt wird zum ersten Projektgebiet zum Schutz gegen Starkregen im Rahmen der Initiative „boden:ständig“.
Im Kampf gegen die Erosion (Bericht NP)
Ludwigsstadt wird zum ersten Projektgebiet zum Schutz gegen Starkregen im Rahmen der Initiative „boden:ständig“. Ziel ist es, Überschwemmungen besser vorzubeugen.
LUDWIGSSTADT. Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken hat für die Stadt Ludwigsstadt ein Projektgebiet in der Initiative „boden:ständig“ zum Schutz gegen Starkregen festgelegt. Am Mittwoch war nun Planungsauftakt. Agrarexperte Helmut Döhler informierte die Gäste in der Hermann-Söllner- Halle, dass es keine fertigen Projekte gebe, vielmehr müsse alles durch die Gegebenheiten vor Ort erarbeitet werden. Dazu sei der gemeinsame Wille aller Grundbewirtschafter und Beteiligten notwendig.Der Dialog sei wichtig, damit man gezielt vor allem die „Schwachstellen“ermitteln und dagegen vorgehen könne…
Den gesamten Bericht finden Sie kostenpflichtig im E-Paper der Neuen Presse epaper.np-coburg.de/webreader-v3/index.html, Ausgabe Samstag/Sonntag, 26. November 2022, Kronach, Seite 14.
Das Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken hat für die Stadt Ludwigsstadt ein Projektgebiet in der Initiative „boden:ständig“ zum Starkregenschutz festgelegt. Nun wurden die Planungsbüros ausgewählt.
Herzliche Einladung ergeht an alle Flächenbewirtschafter und Interessierte zum Planungsauftakt „boden:ständig“ am Mittwoch, 23.11.2022, 19:30 Uhr in der Gaststätte der Hermann-Söllner-Halle in Ludwigsstadt.
Die beauftragen Planungsbüros werden sich an dem Abend vorstellen und über die weitere Vorgehensweise zur Verbesserung des Starkregenschutzes in Ludwigsstadt informieren.
boden:ständig ist eine Initiative der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung. In einem boden:ständig-Projekt engagieren sich Menschen, die vor Ort selber konkret an der Lösung für lokale Überschwemmungen nach Starkregen arbeiten.
Das Motto von boden:ständig: Das Machbare jetzt tun! Landwirte bewirtschaften ihre Fläche so, dass sie Wasser besser speichern können und der Boden dort bleibt, wo er hingehört. Gemeinden und Landwirte engagieren sich gemeinsam, um den Wasserabfluss in der Flur zu bremsen und Wasser in Rückhaltungen zu speichern. Weitere Informationen zur Initiative sind abrufbar unter www.boden-staendig.eu.
Kontaktdaten Bürogemeinschaft:
Die Stadt Ludwigsstadt beteiligt sich am Bayerischen Streuobstpakt, der von der Bayerischen Staatsregierung und acht Verbänden initiiert wurde.
Es sollen bis 2035 eine Million Streuobstbäume neue gepflanzt und der derzeitige Streuobstbestand erhalten werden. Streuobstwiesen bereichern die Kulturlandschaft und entstanden im Frankenwald überwiegend an den Orträndern. Das Obst dient der Selbstversorgung und das Heu der Wiese wird als Futter genutzt. Naturnah bewirtschaftete strukturreiche Streuobstwiesen fördern die biologische Vielfalt, wirken sich positiv auf das Kleinklima aus und prägen die Landschaft.
Das Förderprogramm „Streuobst für alle“ finanziert über das Amt für Ländliche Entwicklung den Kauf von hochstämmigen Streuobstgehölzen, mit einem Kronenansatz von 180 cm, mindestens jedoch 140 cm, mit bis zu 45 Euro Bruttokosten pro Baum.
Gepflanzt werden kann Kernobst wie Apfel und Birne, Steinobst wie Kirsche und Pflaume, Walnuss, Quitte sowie verschiedene Wildobstsorten. Als Eigenanteil verbleibt bei den Bürgerinnen und Bürgern die Aufwendung für das Pflanzzubehör und die Pflanzarbeit.
Interessierte können sich unkompliziert für eine Sammelbestellung bei der Stadt Ludwigsstadt melden und den gewünschten Standort für die ausgesuchten Obstbäume angeben.
Die Stadt übernimmt die Antragsstellung und koordiniert die Aus- und Weitergabe der Bäume. Bei der Standortwahl der Bäume ist ein langfristiger Erhalt von mindestens zwölf Jahren sicherzustellen.
Gepflanzt werden kann innerorts und außerhalb von Ortschaften.
Bei Interesse an der Bereitstellung von Obstbäumen bitten wir um Rückmeldung unter Angabe von Anzahl, gewünschten Obstsorten und vorgesehenen Standort (Flurnummer oder Adresse) an streuobst@ludwigsstadt.de. Für eine Bestellung können Sie gerne auch das Bestellformular unten nutzen.
Bei Fragen steht Ihnen Geschäftsleiter Frank Ziener (09263/949-13) gerne Verfügung.
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